Nürburg, 05. November 2013 – Die Genehmigung der durch die Insolvenzverwalter vorgelegten „Nutzungsordnung für den Nürburgring“ durch das Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz stellt eine weitere Episode in der mit dem Nürburgring-Gesetz eingeleiteten Symbolpolitik dar. Nach dem Nürburgring-Gesetz bleibt auch die Nutzungsordnung einen effektiven Schutz des Breitensports und der Region schuldig. Der Verein „Ja zum Nürburgring“ hat bereits am 29. August 2013 ausführlich zu dem Entwurf einer Nutzungsordnung, der ihm zur Kommentierung übermittelt wurde, Stellung genommen und konkrete Vorschläge für die Beseitigung der größsten Schwachstellen gemacht. Die nunmehr genehmigte Fassung lässt insbesondere die zentrale Frage der „angemessenen Entgelte“ offen und verschlechtert sogar die Position des Breitensports gegenüber dem Entwurf.

Nürburg, 28. Oktober 2013 – Im  Rahmen der heutigen Bürgerversammlung hat der Verein „Ja zum Nürburgring“ Mitglieder, Sportler und Fans sowie die Bürger der Region über den aktuellen Stand am Nürburgring sowie seine Aktivitäten informiert, die Gemeinwohlbindung der Sportstätte zu erhalten. Der Vorsitzende des Vereins verlangt von den Insolvenzverwaltern und der mit dem Veräußerungsprozess beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, Kaufinteressenten umfassend über die Risiken und Rahmenbedingungen der Sportstätte des Nürburgrings zu informieren. Gleichzeitig hat der Verein „Ja zum Nürburgring“ die rheinland-pfälzische Landesregierung aufgefordert, in der Öffentlichkeit über die von ihr forcierten Privatisierung der Rennstrecke für Klarheit zu sorgen.

Die Sportstätte des Nürburgrings befindet sich in ihrer bisher tiefsten Krise, die durch die Einleitung des Verkaufsprozesses einen weiteren traurigen Höhepunkt erreicht hat. Das Trauerspiel Nürburgring geht so nach Wunsch der Landesregierung Rheinland-Pfalz und der ausführenden Insolvenzverwalter in die letzte Phase. Der Verein „Ja zum Nürburgring“ kämpft für einen gemeinwohlorientierten Erhalt und Betrieb der Rennstrecke und stemmt sich gegen die Veräußerung an einen privaten Investor, dessen Antrieb allein die Gewinnmaximierung und nicht der Sport und die Region ist.

Das Trauerspiel Nürburgring 2009 geht nach Wunsch der Landesregierung Rheinland-Pfalz und der ausführenden Insolvenzverwalter in die letzte Phase. Die Rennstrecke Nürburgring soll meistbietend verscherbelt werden. Dies geschieht gegen die Vorstellung aller Nutzer und gegen die Vorstellung der Bürger und der Wirtschaft der Region, für die der Ring 1927 gebaut wurde.

Es besteht die große Gefahr, dass die Rennstrecke Nürburgring aufgrund des immensen Images, des derzeitigen Notstands an interessanten Anlageobjekten und durch die Aktivitäten der Insolvenzverwalter als unwirklich geschmückte Braut in die Hände einer Finanzierungsgesellschaft gerät.

Nürburg 9. Juli 2013 – In einem Interview in der Rhein-Zeitung vom heutigen Tage äußert sich Sanierungsgeschäftsführer Prof. Dr. Dr. Schmidt zur derzeitigen Situation am Nürburgring. Die Überschrift „Sanierer: Ausbau war richtig – am Nürburgring ist nichts überdimensioniert“ erweckt bei Kennern des Nürburgrings zunächst den Eindruck eines verspäteten Aprilscherzes der Rhein-Zeitung. „Sollten die dem Sanierungsgeschäftsführer zugeschrieben Aussagen indes zutreffen, muss die Frage erlaubt sein, ob sein Realitätssinn durch das Sommerwetter und das Formel 1-Wochenende getrübt wurden“, sagt Otto Flimm, der Vorsitzende des Vereins „Ja zum Nürburgring“.

Nürburg, 24.06.2013 - Die Zukunft der ganzen Nürburgring-Region und des Breitensports hängt davon ab, was in den nächsten Monaten am Nürburgring geschieht. Der kurzsichtige Plan, die Rennstrecke mit den sportfremden Wirtschaftsaktivitäten an einen privaten Investor zu verkaufen, wird die Situation in der Region auf Jahrzehnte hin prägen. Daher haben sich heute eine große Zahl von Bürgern und Unternehmern zusammengefunden, um eine Erklärung der Nürburgring-Region zu verabschieden. Neben der von dem Verein „Ja zum Nürburgring“ unterstützten Erklärung stellte der Vereinsvorsitzende Otto Flimm den „Förderkreis Nürburgring“ vor. Der Förderkreis soll Befürwortern der Gemeinwohlbindung des Nürburgrings die Möglichkeit geben, sich durch die Bereitstellung finanzieller Mittel unmittelbar in den Veräußerungsprozess einzubringen.

Mit dem Offenen Brief setzt sich der Vorsitzende des Vereins "Ja zum Nürburgring" mit Vorwürfen der Insolvenzverwalter auseinandert. Er sah sich zu dem Schritt veranlasst, da 

1. in den Medien zu lesen war,

2. er am Nürburgring von Vielen angesprochen wurde,

dass behauptet würde, Flimm schädige den Ruf des Rings und der Verein sei schuld daran, dass es ein EU-Verfahren gebe. Das Gegenteil ist der Fall: Alle die die Geschichte des Rings kennen, wissen, dass der Ring dem Verein und insbesondere Otto Flimm sehr viel zu verdanken hat. Durch den unermütlichen Einsatz von Flimm konnte die Grand-Prix-Strecke gebaut werden und behielt die Nordschleife die FIA-Lizenz als Rennstrecke. "Ich bin der Letzte, der nicht alles versucht und mitmachen würde, um auch in der derzeitigen Situation zu retten, was zu retten ist" sagt Flimm und betont, dass es gerade sein Anliegen ist, Schaden vom Nürburgring, dem Breitensport und der Region fernzuhalten.

Den vollständigen Offenen Brief lesen Sie in der Anlage.

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Nachstehend die Pressemitteilung der "Interessengemeinschaft Nürburgring"

Pressemitteilung  der „Interessengemeinschaft Nürburgring“

Gemeinsame Erklärung verabschiedet

„Interessengemeinschaft Nürburgring“ gibt Veranstaltern und Förderern der Sportstätte des Nürburgrings eine gemeinsame Stimme

Nürburg – 18.05.2013: Die Sportstätte des Nürburgrings befindet sich in ihrer bisher tiefsten Krise, die durch den Start des Verkaufsprozesses einen weiteren traurigen Höhepunkt erreicht. Es besteht die Gefahr, dass eine Veräußerung der Rennstrecke an private Investoren zum Verlust der Gemeinwohlbindung der Sportstätte und damit zu einer schicksalsträchtigen Zäsur im über achtzigjährigen Bestehen des Nürburgrings führt. Die heute gegründete „Interessengemeinschaft Nürburgring“ soll daher den Vertretern von Motor-, Rad- und Lauf-Sportveranstaltungen auf dem Nürburgring eine gemeinsame Stimme geben, um insbesondere den Positionen des Breitensports auch im Rahmen des Verkaufsprozesses Gehör zu verschaffen.

Am heutigen 25. April findet ab 20 Uhr in der Graf-Ulrich-Halle in Nürburg eine Podiumsdiskussion unter Leitung des SWR4 statt. Das Thema lautet „SWR4 Klartext Nürburgring – wie geht es weiter?“ Teilnehmer sind der Insolvenzverwalter, Politiker, Gewerbevertreter und natürlich Otto Flimm vom Verein „Ja zum Nürburgring“.

Wir rufen alle Bewohner der Region und alle, denen der Nürburgring am Herzen liegt, zur Unterstützung auf. Diese Diskussion ist ein guter Anlass, um geschlossen den Widerstand gegen den überhasteten Verkauf des Nürburgrings zu zeigen, damit die Landesregierung und der Insolvenzverwalter in letzter Minute doch noch zum Umdenken bewegt werden können.

Mainz, 19.03.2013 – Dem Aufruf des Vereins „Ja zum Nürburgring“ zur heutigen Demonstration in Mainz fand eine breite Unterstützung bei Veranstaltern, Sportlern,Fans und den Gemeinden der Region. Im Anschluss an einen Autokorso in die Mainzer Innenstadt fand in Rufweite zum Landtag die Abschlusskundgebung mit den zentralen Forderungen nach einem Stopp des Verkaufsprozesses für die Rennstrecke sowie nach Sicherung der Gemeinwohlbindung der Sportstätte des Nürburgrings statt.

Nürburg, 14.03.2013 – Der Verein ruft alle Freunde des Nürburgrings auf, die Demonstration am 19. März 2013 in Mainz zu nutzen, um den Forderungen nach einem Stopp des Verkaufsprozesses für die Sportstätte sowie nach Sicherung der Gemeinwohlbindung des Nürburgrings Nachdruck zu verleihen. Geplant ist ein Autocorso von Mainz Finthen in die Mainzer Innenstadt zur dortigen Kundgebung um 14 Uhr an der „Große Bleiche“ gegenüber dem Landtag. Der Aufruf ist auf große Resonanz gestoßen – dies zeigt z.B. die Unterstützung durch die Breitensport-Rennserien der Veranstaltergemeinschaft Nürburgring (VLN) und der Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN).

Nürburg, 11.03.2013 – Presseberichten zufolge werben die Insolvenzverwalter in Brüssel dafür, den Nürburgring nur als Ganzes, d.h. die Sportstätte mitsamt den sportfremden Wirtschaftsaktivitäten, zu verkaufen. Das Herauslösen und der Verkauf einzelner Teile an verschiedene Investoren sei „kein gangbarer Weg“. Dies ist ein fatales Signal für den Breitensport und die Region. Sowohl Region als auch Breitensport haben die Zeiten der privaten Pächter noch schmerzlich in Erinnerung: Diese nutzten die Herrschaft über die gesamten Unternehmungen aus Sportstätte sowie Freizeit- und Hotellerie-Einrichtungen, um Angebote zu bündeln und ihre Gewinne zu maximieren. Nun versuchen die Insolvenzverwalter ein vergleichbares Modell der Europäischen Kommission schmackhaft zu machen. „Dies ist nicht akzeptabel“, sagt Otto Flimm, „die Sportstätte des Nürburgrings ist ein öffentliches Gut, dessen Gemeinwohlbindung im Gegensatz zu den Hotellerie- und Freizeitaktivitäten unbedingt sicherzustellen ist“.

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